Geschichtsbewusstsein, Demokratie und Zivilcourage sind immer wieder Themen bei uns an der K2. Jetzt wurden sie auf ganz besondere Weise erlebbar: Alle HH11-Klassen besuchten das Theaterstück „Stauffenberg“ der Kulturschule Leipzig in unserer Aula.
Im Mittelpunkt stand Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Widerstandskämpfer und eine der zentralen Figuren des Attentats auf Hitler am 20. Juli 1944. Das Stück zeigte die Entwicklung eines Mannes, der zunächst überzeugter Patriot und Teil des militärischen Systems war. Ausgehend von seiner Herkunft und den gesellschaftlichen sowie politischen Umständen wurde deutlich, wie sich seine Haltung Schritt für Schritt veränderte. Besonders seine Kriegserfahrungen – unter anderem in Afrika – führten zu einem inneren Konflikt: Loyalität bewahren oder Widerstand leisten?
Das rund 50-minütige Ein-Personenstück wurde eindrucksvoll von einem Zweier-Ensemble umgesetzt: Eine Erzählerin führte durch die Handlung, während zugleich Stauffenbergs Gedanken und Zweifel lebendig wurden. Unterstützt durch historische Einspieler von Hitler-Reden und der Wochenschau entstand ein eindrückliches Bild seiner Entwicklung und der damaligen Zeit.
Im Zentrum stand eine Frage, die bis heute аktuell ist: Wie ist ein Attentat wie dieses zu bewerten – als mutiger Widerstand oder als Gewaltakt? Und welche Bedeutung hat das für unsere Gegenwart?
In der anschließenden Nachbesprechung mit den Schauspielern konnten die Eindrücke vertieft werden. Dabei wurde auch thematisiert, dass Stauffenberg lange Zeit nicht als Held galt und erst Jahre nach Kriegsende eine andere Bewertung erfuhr.
Die Aufführung fand im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt und wurde von unserem Förderverein unterstützt – ein wichtiger Beitrag, um historische Verantwortung und Zivilcourage auch heute ins Bewusstsein zu rufen.
Vierter Programmpunkt und zugleich Höhepunkt war jetzt die Gedenkstättenfahrt unserer Erinnerungskultur AG. Nach Stolpersteinführung in der Hagener Innenstadt, dem Besuch einer Zweitzeugen-Ausstellung und der Mitorganisation der Stolperstein-Verlegung für den jüdischen Metzger Albert Koppel ging es nun mit 17 Teilnehmer*innen mit dem Bus Richtung Polen. In Zusammenarbeit mit dem IBB (Internationales Bildungs- und Begegnungswerk) auf der Tagesordnung standen Gedenkstättenführungen im Stammlager Auschwitz, im Außenlager Auschwitz-Birkenau sowie der Vortrag einer Zeitzeugin.
Heute war die DKMS bei uns an der Kaufmannsschule II in Hagen zu Besuch und hat einen spannenden und informativen Vortrag über Knochenmark- und Blutspenden gehalten. Dabei wurde erklärt, wie wichtig Stammzellspenderinnen und -spender für Menschen mit schweren Blutkrankheiten wie Leukämie sind und wie eine Spende Leben retten kann.







